Versorgungsstrukturen sind aufgebläht, teuer und medizinisch ineffizient
In den hausärztlichen Praxen spitzt sich die Lage dramatisch zu, die Frustration wächst. Täglich fressen Bürokratie, Dokumentation, fehleranfällige Telematik und ausufernde Verwaltung wertvolle ärztliche Arbeitszeit auf. Ärztinnen und Ärzte werden 61 Arbeitstage im Jahr zu Verwaltungsangestellten degradiert - zulasten der Patientinnen und Patienten. Vor diesem Hintergrund ist die Debatte über die Substitution ärztlicher Tätigkeit gefährlich und lenkt vom eigentlichen Problem ab. Solange fachfremde Aufgaben die ärztliche Zeit blockieren, ist es ein Irrweg, die Kernaufgaben infrage zu stellen.