Sanktionen lösen keine Probleme in der vertragsärztlichen Versorgung
Zum Jahresende wird das bisherige RSA-Verschlüsselungsverfahren der Telematikinfrastruktur (Tl) durch das leistungsfähigere und sicherere EGG-Verfahren ersetzt. In vielen Arztpraxen müssen deshalb Tl-Komponenten wie Konnektoren, KIM-Dienste, Heilberufsausweise etc. ausgetauscht werden. Allerdings funktioniert die anvisierte Umstellung nicht. Schuld sind die Hersteller der technischen Komponenten.
„Es ist ein Desaster“, kritisiert die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Nordrhein, Elke Cremer. „Die Auslieferung der erforderlichen Tl-Komponenten klappt vielfach nicht oder nur mit enormer zeitlicher Verzögerung.“ Bei verspäteter Auslieferung werden die betroffenen Praxen faktisch ab 01.01.2026 nicht mehr arbeitsfähig sein und der Zugriff auf sämtliche Tl-Anwendungen wird unmöglich. „Die Verzögerungen in der Umstellung von RSA auf EGG ist keinesfalls den betroffenen Vertragsarztpraxen anzulasten“, stellt Cremer klar. „Die vertragsärztliche Versorgung wird durch die Unzuverlässigkeit der Tl-Dienstleister gefährdet.“